Die Grünliberalen Kanton St.Gallen haben an ihrer Mitgliederversammlung vom 13. Januar 2026 die Parolen für die Abstimmung vom 8. März 2026 beschlossen.
Ja zur Individualbesteuerung, Nein zu SRG-, Klimafonds-Initiative und Bargeldinitiative
Die GLP St.Gallen sagt Ja zur Individualbesteuerung, weil sie das Steuersystem fairer macht und Fehlanreize wie die Benachteiligung von Zweitverdienenden abbaut. Zur SRG-Initiative beschliessen die Grünliberalen einstimmig die Nein-Parole, denn unabhängiger, fundierter Journalismus ist kostenintensiv, aber gerade in Zeiten von Desinformation zentral. Eine Schwächung der SRG würde die Medienvielfalt und die demokratische Meinungsbildung gefährden und vor allem ausländischen Techplattformen nützen.
Die GLP ST.Gallen lehnt zudem die Initiative «Bargeld ist Freiheit» sowie den direkten Gegenentwurf jeweils einstimmig ab, weil unnötige Verfassungsänderungen keine echten Probleme lösen.
Auch zur Klimafonds-Initiative fasst die GLP St.Gallenb die Nein-Parole, da Klimaschutz wirksam, zielgerichtet und mit konkreten Massnahmen angepackt werden muss und nicht über einen Fonds ohne ausreichend definierte Instrumente. Der bisherige pragmatische Weg der Schweiz soll daher weitergeführt werden.
Ja zu den kantonalen Vorlagen – und ein bemerkenswert klares Ja zu Wil West
Bei den kantonalen Vorlagen sagt die GLP St.Gallen Ja – sie stärken den Kanton St.Gallen als Ganzes. Dazu gehört auch das einstimmige Ja zum Kantonsratsbeschluss über den Neubau des Berufs- und Weiterbildungszentrums (WBZ) Rapperswil-Jona am Standort «Südquartier».
Besonders deutlich fiel zudem das Votum zum Kantonsratsbeschluss rund um Wil West aus. Das überarbeitete Projekt ist ökologisch klar verbessert, stärkt die regionale Wirtschaft, entschärft die Verkehrsproblematik im Raum Wil und hilft, Zersiedelung zu verhindern. Dank der vorgesehenen Kompensation von Fruchtfolgeflächen wird zudem ein zentrales Anliegen der Landwirtschaft ernst genommen.