Während bisher rund 80 Prozent der Mittel an die Kultur gingen, verlangte die rechtsbürgerliche Mehrheit eine stärkere Förderung des Sports. Der Rat beschloss schliesslich ein neues Verteilsystem mit mehreren Töpfen:
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40–55 % für Kultur, Brauchtum, Soziales und Gesundheit
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30–35 % für den Sport
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10–20 % für strategische Entwicklungsprojekte
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bis zu 10 % als Reserve fĂĽr grosse kantonale Vorhaben
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Für uns bleibt ein schaler Nachgeschmack: Die Kulturmittel sind damit langfristig unklar gesichert, und die sehr offene Kategorie «grosse kantonale Vorhaben» öffnet die Tür für einen Lotteriefonds als politischen Schattenhaushalt.
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«Für die GLP ist klar: Vielfältige Kultur ist ein zentrales Schmiermittel unserer Gesellschaft. Sie verbindet Menschen und trägt wesentlich zur Lebensqualität bei. Entsprechend darf sie nicht zum Sparposten oder zur Verfügungsmasse für andere politische Zwecke werden», führte Sarah Noger-Engeler in der Debatte aus. Besonders bitter: Ein aus unserer Sicht ausgewogener Vorschlag der Mitte scheiterte mit 59 zu 60 Stimmen haarscharf.