Enttäuscht über Verzögerung beim Bibliotheksprojekt – und zunehmend besorgt über Stillstand im Kanton

Medienmitteilung

Enttäuscht über Verzögerung beim Bibliotheksprojekt – und zunehmend besorgt über Stillstand im Kanton

Die Grünliberalen begrüssen grundsätzlich, dass der finanziell und wirtschaftlich angespannten Lage Rechnung getragen wird. Die Regierung hat zugehört, das Projekt substanziell überarbeitet und sichtbar abgespeckt.

Die St.Galler Regierung will das Bibliotheksprojekt redimensioniert weiterführen, mit weniger Fläche, kleinerem Personalbestand und einer Umsetzung drei Jahre später. Die Grünliberalen begrüssen, dass der finanziell und wirtschaftlich angespannten Lage Rechnung getragen wird. Die Regierung hat zugehört, das Projekt substantiell überarbeitet und sichtbar abgespeckt.


Zentral bleibt jedoch:
Die Bibliothek ist ein Anliegen der St.Galler Bevölkerung. Das wurde in einer Volksabstimmung klar bestätigt. Dieser demokratische Auftrag ist für die GLP verbindlich.

 

Der Neubau führt Kantons- und Stadtbibliothek sowie die Vadiana zu einer modernen Open Library zusammen. Es entsteht ein zeitgemässer Lern-, Kultur- und Begegnungsort, der Bildung, Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt – weit über die Stadt hinaus. Wichtig ist zudem das klare Signal an die Regionen: Die Unterstützung der regionalen Bibliotheken bleibt Bestandteil des Projekts. Gerade für unseren Ringkanton, der politisch zunehmend in einer Solidaritätskrise steckt, ist das entscheidend.

 

Die GLP stand und steht hinter dem Projekt

Eine überarbeitete, wirtschaftlich tragbare Umsetzung ist richtig. Enttäuschend und besorgniserregend ist jedoch die geplante Verzögerung um drei Jahre.

 

Der Kanton droht in ein Klima der Stagnation zu kippen. Alles wird nur noch an Finanzen und Steuerfuss gemessen. Das wird einem attraktiven Standort nicht gerecht. Wenn ein breit abgestütztes Zukunftsprojekt aus der Bibliotheksinitiative ausgebremst wird, verliert es an Dynamik und Wirkkraft.

 

Dieses Muster zeigt sich auch anderswo. Projekte wie Wil West werden trotz breiter ökologischer und ökonomischer Plausibilität durch ideologisch geführte Debatten torpediert. Diese Entwicklung ist alarmierend. Wie soll der Kanton attraktiv bleiben und sich entwickeln, wenn Fortschritt systematisch ausgebremst wird?

 

Zudem gilt: Verzögerungen verteuern. Wer hinausschiebt, riskiert steigende Baukosten – und verliert wertvolle Jahre mit Mehrwert für den ganzen Kanton.

 

Die GLP begrüsst die Redimensionierung und unterstützt eine kostenbewusste Umsetzung mit Augenmass, auch beim Innenausbau. Gleichzeitig erwartet sie, dass der politische Prozess nicht weiter in Richtung Stillstand kippt und dass der demokratische Auftrag aus der Volksabstimmung respektiert und konsequent weiterverfolgt wird.

Weitere Ortsparteien sind auf den Websites der jeweiligen Wahlkreisparteien zu finden.