Zur Volksinitiative «Wahrung der schweizerischen Neutralität» fasste die Mitgliederversammlung einstimmig die Nein-Parole. Die GLP Kanton St.Gallen steht für eine glaubwürdige und handlungsfähige Neutralitätspolitik. Neutralität ist ein wichtiges aussenpolitisches Instrument, darf die Schweiz aber nicht starr binden. Diese Initiative würde Bundesrat und Parlament in Krisen den nötigen Handlungsspielraum nehmen, internationale Kooperation erschweren und mit dem weitgehenden Sanktionsverbot ein friedliches Mittel gegen schwere Verletzungen des Völkerrechts schwächen.
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Neutralität bedeutet nicht Gleichgültigkeit. Im Gegenteil: Die Mitgliederversammlung sprach sich ausdrücklich dafür aus, dass die Schweiz bündnisfrei bleibt, ihre sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit der NATO, der EU und den europäischen Partnerstaaten aber ausbaut. Die Schweiz muss auch künftig glaubwürdig, kooperationsfähig und wirksam handeln können.
Auch zur Volksinitiative «Für eine sichere Ernährung – durch Stärkung einer nachhaltigen inländischen Produktion, mehr pflanzliche Lebensmittel und sauberes Trinkwasser» fasste die Mitgliederversammlung die Nein-Parole. Die GLP Kanton St.Gallen teilt zentrale Anliegen wie den Schutz von Trinkwasser, Biodiversität und natürlichen Ressourcen sowie eine nachhaltigere und gesündere Ernährung mit weniger Fleischkonsum.
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Die vorgeschlagene Umsetzung überzeugt jedoch nicht: Der geforderte Netto-Selbstversorgungsgrad von mindestens 70 Prozent innert zehn Jahren ist unrealistisch und steht in einem Zielkonflikt zu den ökologischen Zielen der Initiative, weil er ohne zusätzliche Intensivierung kaum erreichbar wäre. Statt starrer Vorgaben und staatlicher Bevormundung braucht es eine liberale Herangehensweise mit wirksamen Anreizen, Innovation, mehr Transparenz bei Lebensmitteln – etwa zu Nährwerten und ökologischem Fussabdruck – sowie eine bessere Aufklärung der Bevölkerung. Die GLP setzt auf eine praktikable ökologische Weiterentwicklung der Landwirtschaft; die Initiative ist dafür das falsche Instrument.